Girokonto mit Prämie: Vergleich 2022 – Das höchste Startguthaben

Wer auf der Suche nach einem neuen Girokonto ist, sei es das Erste oder weil die alte Bank zu teuer wurde, hat die Qual der Wahl. Allerdings wird die Wahl eingeschränkt, wenn es ein Girokonto mit Prämie sein soll. Die Banken haben verstanden, dass eine Kaffeemaschine oder ein Werkzeugkoffer niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Wer als Verbraucher die Augen offen hält, kann sich über eine schöne Barprämie freuen.

Girokonto Prämien Vergleich

BankGrundgebührPRÄMIE
& Voraussetzung
KreditkarteDispozinsKonto
eröffnen
ing
ING
0 €75 €
Gehaltseingang von mindestens 1.000 Euro (Studenten 300 Euro).
Visa
0 €
6,99% Weiter
Commerzbank
Commerzbank
0 €100 €
Aktive Kontonutzung drei Monate am Stück.
MasterCard
0 €
12,25% Weiter
comdirect
Comdirect
0 €148 €
Fünf Transaktionen mit einer Mindestsumme von je 25 Euro.
Visa
0 €
6,50% Weiter
postbank
Postbank
3,90 €250 €
Zeitnahe Legitimation und sechs Belastungen in drei aufeinanderfolgenden Monaten.
Visa
29 €
10,55% Weiter
1822direkt
1822direkt
0 €150 €
Drei Gehaltseingänge von 1.000 Euro, Studenten und Azubis 500 Euro.
MasterCard
30 €
7,43% Weiter
wüstenrot
Wüstenrot
0 €50 €
Drei aufeinenanderfolgende Gehaltseingänge von mindestens 1.000 Euro.
Visa
0 €
10,87% Weiter
norisbank
Norisbank
0 €100 €
Lastschriften an fünf Zahlungspartner.
MasterCard
0 €
10,85% Weiter
degussa bank
Degussa
0 €50 €
Ausschließliches Konto für Gehaltseingänge.
Visa
64 €
14,50% Weiter
1822mobile
1822mobile
0 €25 €
Vier Überweisungen im Monat von je mindestens 25 Euro.
Visa
0 €
7,43% Weiter
santander
Santander
0 €36 €
Mindestgeldeingang 1.200 Euro im Monat, Kontoaktivität, Weitere Produkte.
Visa
0 €
11,30% Weiter

Warum bieten Banken ein Girokonto mit Startprämie an?

Auch auf die Frage, weshalb Banken ein Girokonto mit Prämie anbieten, lautet die einsilbige Antwort: Das Internet halt. Es ist unstrittig, dass sich der Markt in allen Bereichen verändert hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Reisen, Gartenschläuche, Kredite oder ein Girokonto geht.

Die Transparenz, die das Internet geschaffen hat, aber auch die völlige Loslösung von regionalem Bezug, setzt alle Branchen unter Druck. In den Städten gibt es die unterschiedlichsten Kreditinstitute. In den ländlichen Regionen haben die Kunden meist die Auswahl zwischen Sparkasse und Volksbank. Beide Institute mussten sich keine allzugroße Mühe bei der Kundengewinnung geben. Hatten die Eltern das Konto bei der Volksbank, eröffneten die Kinder ihr Konto auch dort. Gleiches galt für die Sparkassen.

Doch dann kam das Internet und mit dem Web schossen die Direktbanken wie Pilze aus dem Boden. Die Direktanbieter zeichnete vor allem eins aus: Sie waren und sind günstiger als die Institute vor Ort. Der endgültige Umbruch zeichnete sich ab, als die Generation X, die „digital natives“ (Geburtsjahrgänge ab 1980) in das geschäftsfähige Alter kamen. Für sie war der Gebrauch des Webs alltäglich. Ein Konto bei einer Direktbank für die Geldgeschäfte, ohne von einem „Bankberater“ zu weiterführenden Geschäftsabschlüssen kontaktiert zu werden, galt als die angenehmere Lösung.

Das Web hat dazu geführt, dass der Finanzsektor eine der am härtesten umkämpften Branchen wurde. Die Margen der Banken lassen nur noch wenig Spielraum zu, um über den Preis eines Produktes zu punkten. Kostenlose Girokonten sind fast an der Tagesordnung, die Stellschraube Zinssatz für den Dispokredit haben viele Banken auch bis zum Anschlag angezogen. Im Kampf um neue Kunden müssen also Prämien her. Wie erwähnt, Kaffeemaschinen interessieren niemand mehr, diese zählen zu den Merkmalen der weniger werdenden Filialbanken.

Bargeld lacht, und so hat es sich immer mehr eingebürgert, Neukunden über Barprämien zu gewinnen. Einer der Vorreiter war die comdirect, die eine Kontoeröffnung mit 50 Euro honorierte. Als andere Mitbewerber nachzogen, musste die Prämie noch „getoppt“ werden – „50 Euro, wenn Sie uns mögen, 100 Euro, wenn nicht.“ Unzufriedene Kunden wurden durch eine zusätzliche Prämienzahlung entschädigt. Offensichtlich funktionierte die Marketingstrategie.

Auch wenn die Strategie „Girokonto mit Prämie“ inzwischen zahlreiche Nachahmer gefunden hat, bieten die Banken keine identische Prämie. Es lohnt sich also, den Vergleich genauer zu betrachten.

Worauf sollte man bei einem Girokonto mit Startguthaben achten?

Es ist natürlich verlockend, ein Girokonto zu eröffnen und zu wissen, dass man nach drei Gehaltseingängen 100 Euro Gutschrift bekommt – einfach so. Wird das Konto noch kostenfrei geführt und beinhaltet eine gebührenfreie Kreditkarte, wird das Paket noch attraktiver. Dennoch sollten Interessenten bestimmte Dinge berücksichtigen, bevor sie sich für das Konto mit der höchsten Prämie entscheiden. Die Prämie nivelliert sich mit der Zeit, mögliche Kosten bleiben aber erhalten. Alle sechs Monate das Konto wechseln, möchte kaum einer. Worauf kommt es bei einem Girokonto mit Prämie noch an?

  • Wird das Konto dauerhaft gebührenfrei geführt oder berechnet die Bank eine Kontoführungsgebühr?
  • Fallen Kosten für die Girocard oder die V-Pay Karte an?
  • Beinhaltet das Konto eine kostenlose Kreditkarte?
  • Welche Kosten entstehen bei Barabhebungen mit Girocard oder Kreditkarte?
  • Welchen Dispozins berechnet die Bank im Vergleich?
  • Ist die Zahl der kostenfreien Buchungsposten limitiert?

Selbst eine Prämie von 100 Euro ist schnell aufgebraucht, wenn das Girokonto im Durchschnitt mit 1.000 Euro im Monat überzogen ist und sich der Dispo im zweistelligen Bereich bewegt.

Wie funktioniert die Zahlung der Prämie beim Girokonto?

Die Banken, welche ihren Kunden eine Prämie für die Eröffnung eines Girokontos zusagen, zahlen die Prämie nicht gleich sofort aus. In der Regel warten sie ab, dass auch tatsächlich Umsätze über das Konto laufen, meist drei Monate. Es wäre für Verbraucher auch zu schön, das Konto als Karteileiche zu eröffnen und nur die Prämie zu kassieren. Die Institute wollen natürlich über das Girokonto hinaus langfristig weitere Geschäfte, beispielsweise Kredite oder Depot, mit dem Kunden generieren. Dies funktioniert aber nur mit aktiven Kunden.

Wer sich für ein Girokonto mit Prämie entscheidet, muss also berücksichtigen, dass er das Konto erst aktiv nutzt, bevor die Gutschrift erfolgt.

Welche Prämien gibt es?

Zufriedene Kunden sind die besten Multiplikatoren. Von jeher bedient sich der Vertrieb der Empfehlung durch bestehende Kunden. Es ist die preiswerteste Methode des Marketings. Vor diesem Hintergrund honorieren die Banken nicht nur die Kontoeröffnung des Neukunden. Bestandskunden erhalten ebenfalls eine Prämie für jede Weiterempfehlung, die zur Eröffnung eines neuen Kontos führt. Dafür muss der Neukunde natürlich angeben, welcher Bestandskunde ihn empfohlen hat.

Die Höhe der Prämie variiert ebenso von Bank zu Bank, wie die Voraussetzungen. Die Banken legen unterschiedliche Geldeingänge in unterschiedlichen Zeiträumen zugrunde. Allerdings kann man sagen, je höher die Prämie ausfällt, um so länger ist die Frist, bis das Geld zur Auszahlung kommt.

Die DKB geht einen anderen Weg in Bezug auf Prämien. Sie bietet ihren Kunden ein CashBack Programm an. Der Kontoinhaber erhält bei Einkäufen in den Partnershops der Bank bis zu 20 Prozent Rabatt auf den Kaufpreis.

Unabhängig, um welche Prämie es sich handelt, Freundschaftswerbung oder Kontoeröffnung: Eine Prämie beim Girokonto ist immer steuerfrei.

Welche Vorteile hat ein Girokonto mit Prämie?

In erster Linie natürlich die Prämie. Welche Vorteile das Konto sonst noch bietet, hängt von den Vorstellungen des Kontoinhabers ab. Wer nie ins Ausland fährt, benötigt keine Kreditkarte, mit der er weltweit kostenlos Geld abheben kann. Wer öfter mal das Konto überzieht, sieht einen klaren Vorteil im möglichst niedrigen Dispozins.

Welche Nachteile hat ein Girokonto mit Prämie?

Hier gilt umgekehrt, was als Vorteil zu werten ist. Eine gebührenpflichtige Kreditkarte gilt für die meisten Bankkunden heute als Nachteil. Hohe Dispozinsen bezahlt niemand gerne, wären also ein Nachteil. In Bezug auf die Prämienzahlung selbst fallen keine Nachteile auf.

Die aktuellen Banken, die ein Girokonto mit Prämie anbieten

Nicht alle Banken bieten ein Girokonto mit Prämie an. Wir stellen die einzelnen Konten im Folgenden vor:

ING

Das Girokonto der ING (früher: ING-DiBa) lässt sich direkt online eröffnen. Das Konto ist kostenlos, ebenso die damit verbundene VISA –Kreditkarte. Die Kreditkarte ermöglicht weltweit kostenlose Barverfügungen an allen Geldausgabeautomaten mit VISA-Logo. Die Untergrenze für eine Barabhebung beträgt 50 Euro.

Das Girokonto der ING sieht kein Limit in Bezug auf die Anzahl kostenloser Umsätze vor. Die banking-to-go App funktioniert mittels Fingerprint-Log-in und informiert den Kontoinhaber mittels Push-Nachricht bei einer Veränderung des Kontostandes. Während die Kontoeröffnung einschließlich VideoIdent-Verfahren vollständig elektronisch erfolgt, erhält der Neukunde Unterlagen und Karte natürlich mit der Post.

Der Zinssatz für Kontoüberziehungen beträgt 6,99 Prozent pro Jahr, Stand Januar 2019.

Weiterer Bestandteil des ING Girokontos ist ein Extra-Konto, das Tagesgeldkonto. Die Eröffnung für das ING Girokonto mit Prämie kann sowohl als Einzelkonto als auch als Gemeinschaftskonto erfolgen.

Wie sieht es bei der ING mit der Prämie aus? Voraussetzung ist, dass innerhalb der ersten vier Monate nach Kontoeröffnung zwei aufeinanderfolgende Gehaltseingänge mit mindestens 1.000 Euro auf dem Konto eingehen. Für Studenten gilt eine Grenze von 300 Euro. Danach überweist die ING 75 Euro Prämie auf das Tagesgeldkonto. Für jede weitere Kundenempfehlung erhält der Kontoinhaber eine Prämie von 20 Euro.

Postbank

Die Postbank besteht in dieser Form nur noch als Produktname. Sie wurde im Mai 2018 mit der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG verschmolzen. Das neue Unternehmen firmiert seit dem als DB Privat- und Firmenkundenbank AG.

Im Gegensatz zu den klassischen Direktbanken verzichtet die Postbank leider nicht generell auf eine Kontoführungsgebühr. Das Institut bietet insgesamt vier Kontomodelle an. Eines wird kostenfrei geführt, für die drei anderen Modelle berechnet die Postbank 1,90 Euro je Monat, 3,90 Euro respektive 9,90 Euro monatlich. Die Gebühr von 9,90 Euro entfällt jedoch, wenn der Gehaltseingang mindestens 3.000 Euro im Monat beträgt. Das Onlinekonto für 1,90 Euro im Monat wird für Studenten und Auszubildende kostenfrei geführt. Der Dispozinssatz fällt mit 10,99 Prozent im Jahr auch eher hoch aus.

Dass es sich bei der Postbank trotz Onlinekontos um eine klassische Filialbank handelt, wird auch an der Kreditkarte deutlich. Die Postbank VISA Card schlägt mit 29 Euro im Jahr zu Buche. Barabhebungen sind mit der Postbank Card an allen Geldautomaten der CashGroup und natürlich der Postbank kostenlos möglich.

Zinssätze und Gebühren variieren von Kontomodell zu Kontomodell, machen eine einheitliche Aussage zum „Postbank Girokonto mit Prämie“ daher nicht möglich.

Welche Prämien gibt es bei der Postbank? Zunächst einmal gibt es für die Eröffnung eines jeden Kontomodells eine Prämie. Die Prämie wird allerdings nicht in auf das Konto eingezahlt, sondern in Form von „BestChoice“ Einkaufsgutscheinen zur Verfügung gestellt. Bis zu 250 Euro als Gegenwert sind möglich. Die Aufteilung sieht wie folgt aus:

  • 100 Euro, wenn die Legitimierung innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der Kontoeröffnungsunterlagen in einer Postbank-Filiale erfolgte.
  • 100 Euro, wenn in den ersten sechs Monaten nach Kontoeröffnung in drei aufeinanderfolgenden Monaten mindestens sechs Belastungen auf dem Konto erfolgten. Ausgenommen sind Barabhebungen.
  • 50 Euro für eine Depoteröffnung. Innerhalb der ersten sechs Monate nach Eröffnung müssen zwei Orders mit einem Mindestwert von 500 Euro getätigt worden sein.

Wer hat Anspruch auf die Prämie? Auch hier zeigt sich die Postbank ein wenig restriktiv. Das Mindestalter muss 22 Jahre betragen und es darf in den letzten zwölf Monaten vor Kontoeröffnung keine Geschäftsbeziehung zur Postbank bestanden haben.

Für die Eröffnung eines „jungen Kontos“ gibt es generell keine Prämie. Dafür erhalten Kunden für eine Freundschaftswerbung ebenfalls einen 50-Euro Gutschein.

Comdirect

Die comdirect war die Bank, welche als Erste lautstark mit einer Cash-Prämie für ihr Konto warb. Die Tochter der Commerzbank wartete von Beginn an mit einem kostenlosen Girokonto und einer gebührenfreien Kreditkarte von VISA auf.

Der Kontoinhaber kann das Konto sowohl als Einzelkonto als auch in Form eines Gemeinschaftskontos eröffnen. Die Kontoeröffnung kann vollständig online erfolgen. Die kostenlose Kontoführung hängt nicht von einem monatlichen Mindestgeldeingang ab. Darin unterscheidet sich das Institut mit Sitz in Quickborn von einigen Mitbewerbern. Die Kontoeröffnung kann online erfolgen. Die comdirect unterstützt sowohl Google Pay als auch Apple Pay. Mit der comdirect App lassen sich alle Bankgeschäfte bequem von unterwegs erledigen.

Das Comdirect Girokonto mit Prämie erscheint vor allem für Verbraucher attraktiv, die nicht nur ab und zu den Dispokredit in Anspruch nehmen. Mit aktuell nur 6,5 Prozent Zinsen pro Jahr (Stand Januar 2019) zählt die comdirect zu den günstigsten Banken im Marktvergleich.

Kostenlose Barverfügungen sind in Deutschland mit der Girocard an allen Geldausgabeautomaten der CashGroup möglich. Die CashGroup setzt sich aktuell aus der Commerzbank, der Deutsche Bank, der Postbank und HypoVereinsbank sowie deren Tochterunternehmen. Der Verbund verfügt in Deutschland über rund 7.000 Geldautomaten. Barabhebungen im Ausland sind mit der VISA Card ebenfalls kostenlos möglich, sofern der Geldausgabeautomat mit dem VISA Logo gekennzeichnet ist.

Die comdirect hat sich mit einer recht aggressiven Werbung positioniert. Immerhin zahlt das Unternehmen 100 Euro für die Kontoeröffnung und legt noch einmal 50 Euro oben drauf, wenn der Kunde aus Unzufriedenheit das Konto wieder schließt. Zusätzlich zu dem einmaligen Bonus in Höhe von 100 Euro zahlt die comdirect 24 Monate lang jeden Monat noch zwei Euro als Prämie. Für jede Empfehlung, die zu einer Kontoeröffnung führt, erhält der Kontoinhaber noch einmal 50 Euro, der Geworbene die Neukundenprämie. Wirbt der Kontoinhaber zehn Neukunden, erhält er für den zehnten Kunden eine einmalige Prämie in Höhe von 500 Euro.

1822direkt

Bei der 1822direkt handelt es sich um die Onlinetochter der Frankfurter Sparkasse. Die Kontoführung für das 1822direkt Girokonto mit Prämie erfolgt kostenlos, wenn der Kontoinhaber monatlich mindestens einen Zahlungseingang verbucht. Andernfalls beträgt die Kontoführungsgebühr 3,90 Euro im Monat.

Bestandteil des Kontos ist lediglich die Sparkassen-Card, die in Deutschland kostenlose Barverfügungen an allen Geldautomaten der Sparkassenorganisation und im Einzelhandel, beispielsweise bei REWE oder Penny, ermöglicht. Alleine die Sparkassenorganisation verfügt bundesweit über 25.000 Geldautomaten und bietet damit das dichteste Netz. Kostenlose Barabhebungen im europäischen Ausland sind nur mit der optionalen Kreditkarte möglich. Die VISA Classic Card ist im ersten Jahr generell gebührenfrei. Beträgt der jährliche Mindestumsatz weniger als 4.000 Euro, fallen ab dem zweiten Jahr Kosten in Höhe von 29,90 Euro im Jahr an. Bei Kartennutzung außerhalb der Eurozone fallen noch 1,75 Prozent Gebühren für die Währungsumrechnung an.

Die Kontoeröffnung kann vollständig online erfolgen. Mit der App ist Onlinebanking auch von unterwegs möglich. Der Zinssatz für genehmigte Kontoüberziehungen liegt mit 7,43 Prozent im Jahr (Stand Januar 2019) deutlich unter den Zinsen des Mutterhauses.

Die 1822direkt wirbt mit stolzen 150 Euro Neukundenprämie. Wer als Kunde die 1822direkt erfolgreich weiterempfiehlt, erhält für jede Neukundenwerbung 75 Euro. Voraussetzung für die Prämie sind drei Gehaltseingänge von mindestens 1.000 Euro monatlich. Für Studenten und Azubis beträgt die Mindestgrenze 500 Euro.

Neben der Prämie für das 1822direkt Girokonto honoriert die 1822direkt die Eröffnung eines Wertpapierdepots mit weiteren 200 Euro.

Norisbank

Die Norisbank agiert als ehemalige Filialbank heute nur noch als Direktbanktochter des Deutsche Bank Konzerns. Die Norisbank bietet ihren Kunden zwei Kontomodelle. Das kostenlose Top Girokonto und das Girokontoplus für 6,90 Euro Kontoführungsgebühr im Monat. Beide Konten beinhalten eine kostenlose MasterCard und eine kostenlose MaestroCard. Barverfügungen sind an den rund 7.000 Geldautomaten der CashGroup und bei teilnehmenden Einzelhändlern sowie 1.300 Shell-Tankstellen möglich. Die Kontoinhaber können für Bareinzahlungen die Geldautomaten der Deutsche Bank nutzen. Bei der MasterCard handelt es sich um eine Debitcard ohne Zahlungsziel.

Die Kreditkarte ermöglicht weltweit kostenlose Bargeldabhebungen an Geldautomaten mit dem MasterCard Logo. Barabhebungen mit der MaestroCard sind an den Geldautomaten der Partnerbanken ohne Gebühren möglich. Bei den aktuellen Partnerbanken handelt es sich um die

  • Bank of America (USA)
  • Barclays (Großbritannien)
  • BGL (Luxembourg)
  • BNP Paribas (Frankreich)
  • Scotiabank (Kanada, Mexiko)
  • TEB (Türkei)
  • Westpac (Australien, Neuseeland)

Bezüglich der Zinsen für den Dispokredit lässt sich die Zugehörigkeit zum Deutsche Bank Konzern erkennen. Stand Januar 2019 betrug der Zinssatz 10,85 Prozent pro Jahr. Das Norisbank Girokonto mit Prämie lässt sich als Guthabenkonto auch bei schwacher Bonität eröffnen. Das Girokonto Plus erlaubt auch das kontaktlose Bezahlen mit MaestroCard und MasterCard.

Die Kontoeröffnung erfolgt bei beiden Konten direkt online. Die Legitimation erfolgt im Rahmen des VideoIdent-Verfahrens.

Bezüglich der Prämie zeigt sich die Norisbank großzügig. Neukunden erhalten 100 Euro. Für Freundschaftswerbungen zahlt die Norisbank dem Bestandskunden 60 Euro, dem Neukunden ebenfalls 60 Euro.

Voraussetzung für den Neukundenbonus ist die Information von mindestens fünf Zahlungspartnern über das neue Girokonto im Rahmen des Kontowechselservices der Norisbank.

Commerzbank

Die Commerzbank stand nach ihrer Teilverstaatlichung lange Zeit in der Kritik. Die Neuausrichtung des Unternehmens mit einem stärkeren Fokus auf den heimischen Markt und einer massiven Reduktion des Investmentbankings hat aber durchaus Erfolge gezeigt. Mit dem kostenlosen Girokonto hat die Commerzbank unter den großen deutschen Banken zwar kein Alleinstellungsmerkmal, bemerkenswert ist diese Option allerdings schon. Das Commerzbank Girokonto mit Prämie darf nur von Privatpersonen genutzt werden. Selbstständigen ist eine Nutzung als Geschäftskonto nicht möglich.

Die kostenlose Kontoführung ist an keinerlei Mindestumsätze gebunden. Mit der MaestroCard können Kontoinhaber an allen Geldautomaten der CashGroup (Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Postbank) kostenlos Geld abheben. Dazu ermöglichen zahlreiche Einzelhändler den Bargeldbezug beim Einkauf. Allerdings orientiert sich diese Option an der Höhe des Mindesteinkaufs, in der Regel zehn oder 20 Euro.

Die Commerzbank war eine der ersten Banken in Deutschland, die es ihren Kunden ermöglichte, Zahlungen mittels Google Pay über das Handy auszuführen.

Der Zinssatz für den Dispokredit zeigt allerdings, dass die Commerzbank nach wie vor eine Filialbank ist. Mit 9,75 Prozent pro Jahr (Stand Januar 2019) bewegt es sich schon über den Konditionen, welche von den Direktbanken aufgerufen werden.

Bedauerlich ist, dass die Commerzbank nicht, wie viele Direktbanken, zu dem kostenlosen Girokonto auch eine gebührenfreie Kreditkarte anbietet. Lediglich Kontoinhaber des Premiumkontos erhalten eine kostenlose Kreditkarte. Bei 12,90 Euro Kontoführungsgebühr im Monat kann man das allerdings auch erwarten. Die Classic Kreditkarte kostet im Jahr 39 Euro. Für Barabhebungen, gleich, ob im Inland oder im Ausland, berechnet die Commerzbank 1,95 Prozent des Umsatzes, mindestens 5,98 Euro. Diese Gebühren erhöhen sich für Umsätze außerhalb der Eurozone noch um 1,75 Prozent für die Währungsumrechnung.

Dagegen zeigt sich die Frankfurter Bank bei der Prämie für Neukunden deutlich großzügiger. Immerhin 100 Euro lässt es sich das Institut kosten, wenn ein Kunde ein Konto bei der Bank eröffnet und drei Monate hintereinander aktiv nutzt. Mit einer Prämie von 100 Euro für eine Freundschaftswerbung führt die Commerzbank bei Empfehlungsprämien das Feld an.

Wüstenrot Direct

Wüstenrotdirect, so der vollständige Name, ist den Verbraucher eher unter dem Begriff Wüstenrot bekannt. Aus der ehemaligen Bausparkasse wurde ein Finanzdienstleister, der auch ein kostenloses Girokonto anbietet. Das Wüstenrot Girokonto mit Prämie zeichnet sich nicht nur durch die entfallene Kontoführungsgebühr aus. Die Schwaben verzichten vollständig auf einen Mindestgeldeingang. Damit kann das Konto auch von Personen mit geringeren Einkünften genutzt werden.

Barverfügungen können Kunden an allen Cashpool-Geldautomaten mit der Girocard kostenlos vornehmen. Bei anderen Automatenbetreibern beläuft sich das Entgelt auf ein Prozent des abgehobenen Betrages, mindestens jedoch fünf Euro. Bei Bezahlungen mit der Girocard im Euroraum fallen keine Gebühren an. Nutzt der Kunde die Karte außerhalb der Eurozone, berechnet die Bank 0,5 Prozent des Umsatzes, mindestens einen Euro für die Währungsumrechnung.

Kreditkarten stellen keinen Bestandteil des Kontos dar, allerdings bietet Wüstenrotdirekt eine interessante Variante. Während die VISA Classic nur im ersten Jahr gebührenfrei ist und danach 19 Euro kostet (Umsätze weniger als 2.000 Euro im Jahr), erhält der Kunde die VISA Gold komplett gebührenfrei. Mit der VISA Classic sind 24 Barabhebungen weltweit kostenfrei möglich, danach fallen 1,99 Euro pro Abhebung an. Bei der VISA Gold fallen grundsätzlich keine Kosten an.

Die Kontoeröffnung verlangt keinen Weg zur Post. Der gesamte Kontoeröffnungsantrag kann elektronisch und mit VideoIdent-Verfahren durchgeführt werden.

Beim Zinssatz für genehmigte Kontoüberziehungen orientiert sich die Wüstenrotdirect allerdings an ihren Mitbewerbern aus dem Filialbankbereich. Stand Januar 2019 berechnet das Institut 10,87 Prozent im Jahr. Bei ungenehmigten Überziehungen steigt der Zins auf 14,87 Prozent.

Die Bank honoriert eine Eröffnung für das Wüstenrot Girokonto mit Prämie mit 50 Euro, drei Gehaltseingänge nacheinander von mindestens je 1.000 Euro vorausgesetzt. Für eine Kundenempfehlung überweist das Institut dem Kunden 20 Euro. Prämien werden auch ausgezahlt, wenn Kontoinhaber auch Neukunden für Depots oder die VISA Card Gold werben.

Degussa Bank

Die Degussa Bank ist vielen Verbrauchern noch kein Begriff. Mit dem Girokonto „Giro DigitaPlus“ bietet die Bank ein Onlinekonto ohne Kontoführungsgebühr. Die MasterCard, Bestandteil des Kontos, ist bei einem Jahresumsatz von mindestens 5.000 Euro und einem monatlichen Gehaltseingang von mindestens 750 Euro ebenfalls gebührenfrei. Andernfalls berechnet die Degussa Bank eine Jahresgebühr in Höhe von 64 Euro. Bei der GlobalCash MasterCard handelt es sich um eine Debitcard. Die Umsätze werden dem Girokonto sofort belastet, ein Zahlungsziel mit monatlicher Abrechnung gibt es nicht. Barabhebungen sind in Euro außerhalb Deutschlands kostenfrei. Für Umsätze außerhalb der Eurozone fallen grundsätzlich 1,75 Prozent Gebühren für die Währungsumrechnung an.

Barverfügungen sind mit der Girocard an allen Geldautomaten des CashPools, eines Zusammenschlusses kleinerer und regional aufgestellter Banken, kostenlos möglich. Darüber hinaus besteht auch die Option, im Einzelhandel, beispielsweise bei REWE oder Aldi, Bargeld abzuheben, den Mindesteinkaufswert vorausgesetzt.

Die Degussa Bank, mit ihren Filialen überwiegend an Industriestandorten wie den Werksgeländen von Bayer AG, BASF oder Fraport vertreten, agiert als Mischung zwischen Direktbank und Filialbank. Der Zinssatz für einen eingeräumten Dispokredit liegt aktuell bei 10,90 Prozent pro Jahr, Stand Januar 2019. Für geduldete Überziehung berechnet das Institut stolze 15,5 Prozent.

Auch wenn sich die Degussa Bank nach wir vor als kleine aber feine Privatbank versteht, muss auch sie sich um neue Kunden bemühen. Damit gibt es auch ein Degussa Bank Girokonto mit Prämie. Diese beträgt in der ersten Stufe 50 Euro garantiert. Je mehr Neukunden es gibt, um so höher fällt am Ende auch die Prämie für den einzelnen Neukunden aus. Die Bonusstaffel reicht bis zu 75 Euro, in der Summe können es also für den Einzelnen bis zu 125 Euro Neukundenprämie werden.

  • ab 1.000 Neu-Nutzern von GiroDigital als Lohn-/Gehaltskonto 15 Euro p.P.
  • ab 1.500 Neu-Nutzern von GiroDigital als Lohn-/Gehaltskonto 30 Euro p.P.
  • ab 2.000 Neu-Nutzern von GiroDigital als Lohn-/Gehaltskonto 45 Euro p.P.
  • ab 2.500 Neu-Nutzern von GiroDigital als Lohn-/Gehaltskonto 60 Euro p.P.
  • ab 3.000 Neu-Nutzern von GiroDigital als Lohn-/Gehaltskonto 75 Euro p.P.

1822mobile

Die Frankfurter Sparkasse bietet mit der 1822direkt nicht nur einen Direktbankableger, sondern geht mit 1822mobile noch einen Schritt weiter. Die Frankfurter haben mit diesem Konto ein wenig bei den FinTechs abgekupfert und ein Konto für die Hosentasche entwickelt. Rein app-basiert, wurde das Konto von n-tv als bestes Girokonto für das Smartphone ausgezeichnet.

Bestandteile des kostenlosen Girokontos sind eine SparkassenCard als Debitkarte und auf Wunsch eine kostenlose VISA Kreditkarte. Bargeld können Kontoinhaber kostenlos an den über 25.000 Geldautomaten der Sparkassenorganisation abheben. Alternativ bieten auch viele Einzelhändler inzwischen die Möglichkeit, Bargeld mitzunehmen. Dies richtet sich jedoch nach dem Einkaufsgegenwert, in der Regel 10 Euro oder 20 Euro.

Im Ausland ist der kostenlose Bargeldbezug am Automaten mit der VISA Karte möglich.

Die 1822mobile App ermöglicht nicht nur die Verwaltung verschiedener Konten im Rahmen einer App. Sie bietet dem Kontoinhaber auch die Möglichkeit der Fotoüberweisung, einer echten Alternative zum endlosen Eintippen der IBAN. Zahlungen werden statt TAN-Liste durch ein individuelles TAN-Passwort bestätigt.

Die Kontoeröffnung kann über die 1822mobile App erfolgen. Die Legitimation des Kontoinhabers findet im Rahmen des VideoIdent-Verfahrens statt. Voraussetzung für die Kontoeröffnung ist die Volljährigkeit und ein Wohnsitz in Deutschland.

Wer ab und an eine Kontoüberziehung nutzen möchte, findet bei 1822mobile einen recht humanen Überziehungszinssatz. Mit 7,43 Prozent pro Jahr (Stand Januar 2019) lässt sich auch eine Kontoüberziehung aushalten, ohne, dass gleich ein dreistelliger Betrag für Zinsen fällig wird.

Neukunden können sich beim 1822mobile Girokonto mit Prämie über einen 25 Euro-Gutschein freuen, vorausgesetzt, es finden in einem bestimmten Zeitraum mindestens vier Überweisungen pro Monat mit mindestens 25 Euro statt.

Lukrativer ist es jedoch, neue Kunden zu werben. In diesem Fall gibt es neben einem Einkaufsgutschein über 25 Euro noch eine Barprämie auf das Konto. Diese beträgt ebenfalls 25 Euro.

Santander 1 2 3

Die Santander Consumer Bank hat sich in erster Linie einen Namen als Bank für Verbraucherkredite gemacht. Dabei können die Spanier mit Sitz in Mönchengladbach aber noch mehr. Die Santander Bank bietet das komplette Produktspektrum einer Universalbank für private Kunden an. Dazu zählt auch das kostenlose Santander Girokonto mit Prämie.

Leider ist das Santander 1 2 3 Girokonto nur bedingt kostenlos. Die Kontoführung entfällt ab einem Gehaltseingang von monatlich 1.200 Euro. Erfüllt der Kontoinhaber diese Vorgabe nicht, berechnet das Institut eine Kontoführungsgebühr von 6,95 monatlich.

Bei entsprechender Bonität erhält der Kunde neben der Girocard auch eine kostenlose VISA Kreditkarte. Mit Girocard und Kreditkarte sind Barabhebungen an Geldautomaten weltweit kostenlos möglich. In Deutschland stehen für die Girocard die Geldautomaten des CashPool zur Verfügung. Findet sich kein Automat, ist auch eine Abhebung bei vielen Einzelhandelsgeschäften möglich. Allerdings orientiert sich diese Option am Mindesteinkaufswert beim jeweiligen Handel.

Bezahlt der Kontoinhaber eine Reise über das Partnerreisebüro von Santander mit seiner VISA Karte, erhält er einen Bonus in Höhe von fünf Prozent auf den Reisepreis.

Wer den Dispo des Santander Girokontos mit Prämie nutzen möchte, muss sich auf eine Zinsstaffel einstellen.

  • Bis zu 500 Euro Überziehung: 8,05 Prozent pro Jahr
  • Bis zu 1.000 Euro Überziehung: 9,05 Prozent pro Jahr
  • Ab 1.000,01 Euro Überziehung: 11,30 Prozent pro Jahr

(Stand Januar 2019)

Dabei unterscheidet die Santander Bank allerdings nicht zwischen einem eingeräumten Dispo und einer geduldeten Überziehung, wie dies noch bei vielen anderen Banken der Fall ist.

Wie sieht es mit dem Bonus beim Santander Girokonto mit Prämie aus? Hier hat sich die Santander Bank etwas einfallen lassen, dass sie von anderen Banken unterscheidet. Während die Mitbewerber den Bonus einmalig zahlen, und dieser irgendwann verbraucht ist, setzt die Santander Bank auf eine kontinuierliche Bonuszahlung. Zunächst einmal erhält jeder Kunde pro Monat mit einem Gehaltseingang von mehr als 1.200 Euro einen Euro Gutschrift. Handelt es sich um ein Gemeinschaftskonto mit zwei Geldeingängen, erhöht sich die Prämie auf zwei Euro.

Werden pro Monat mindestens drei Lastschriften abgebucht, gibt es noch einen Aktiv-Bonus in Höhe von zwei Euro dazu. Nutzt der Kontoinhaber eine Baufinanzierung oder ein Wertpapierdepot, erhält er noch einmal drei Euro dazu. Besteht beides, Baufinanzierung und Depot, erhöht sich die Prämie auf sechs Euro. Ehepaare können auf diese Weise bis zu 120 Euro im Jahr als Gutschrift verbuchen.

Julia Meyer